Lagerung von Platten

Ob man Schellacks oder Vinylplatten lagert ist relativ egal - beide sollten vorsichtig behandelt werden.

 

Auf keinen Fall sollten die Platten lose aufeinander gestapelt gelagert werden!

Schon leichte Verschmutzungen können die Oberfläche abschmirgeln, wenn der Stapel bewegt wird.

Akzeptabel ist eine Zwischenlage aus weichem Küchenkrepp, wenn man die Platten transportieren muss. Aber auch dabei bitte nicht zu viele übereinander stapeln und sie gut in einem Karton deponieren, in dem sie nicht mehr hin und her rutschen können.

 

Zu Hause sollte man die Platten in einem Ständer stehend lagern.

Eine Ausnahme bilden Platten in Hüllen und Alben. Hier sind sie jede für sich geschützt, können transportiert und auch übereinander gelagert werden.

 

Wer ein kleines Konvolut an Platten hat, aber weder Hüllen noch Ständer, der kann sie wie oben beschrieben mit einem weichen Küchentuch als Zwischenlage in kleinen Stapeln von maximal 20 Platten im Schrank aufbewahren.

 

Es empfiehlt sich aber doch der eine oder andere Besuch auf dem Flohmarkt, wo diese Aufstellständer in verschiedenen Varianten oft noch angeboten werden.

Es sieht sehr viel schöner aus, die Platten sind geschützt und das Suchen nach einer bestimmten ist auch viel leichter. Die Aufsteller haben meist ein Nummernsystem, mit dem man seine Platten archivieren kann.

Archivierung

Die Archivierung von Schallplatten ist eine eigene Angelegenheit.

 

Vinylplatten erfasst man am besten nach dem Nachnamen des Künstlers.

Herbert Grönemeyer unter G z.B..

Gruppennamen erfasst man ohne den Artikel (Der, Die, Das, The) mit dem ersten Titel der Gruppe.

The Bee Gees unter B.

Besondere Namen von Künstlern, die unter ihrem Vornamen bekannt sind, kann man auch unter ihrem Vornamen im Regal ablegen. Im digitalen System werden sie aber wie die anderen Künstler unter dem Nachnamen erfasst.

Freddy (digital unter Quinn), Elvis (digital unter Presley), Conny (digital unter Froboes).

 

Bei Schellackplatten verfährt man gewöhnlich anders.

Hier bietet es sich an, sie im Regal unter dem Label zu sortieren.

Alle Polydor zusammen, alle Columbia, alle Decca, alle Odeon ect.

 

Innerhalb dieser Sortierung können Sie nach Anfangsbuchstaben sortieren.

Z.B.: Odeon, Dajos Bela, Lotte Lehmann, Ouvertüre, Tanzorchester.

Auf die Art haben Sie dann auch alle Ouvertüren, alle Tanzorchesteraufnahmen und alle von einem Künstler dicht neben einander.

 

Die ganz außergewöhnlichen Platten kann man an einem Extraplatz präsentieren, meist hat man nur wenige besondere.

Eine indische Beatlespressung von 1961 auf Polydor bekäme bei uns eine eigene Vitrine.

Eine Odeon Goldlabel mit Autogramm von Richard Tauber darf ebenfalls auf einigen Starruhm hoffen.

Die dreifach vorhandene Ouvertüre XY von Wagner kann ins Regal.

 

Schellackplatten werden im digitalen System anders erfasst als im Regal.

Sie werden immer mit dem Label erfasst, mit der Matrizennummer, mit der Titelnummer, mit dem Herstellungsjahr, mit dem Interpreten, mit dem Titel des Musikstücks.

Am besten ist eine Exeldatei geeignet, die man unterschiedlich sortieren kann.

 

Suche ich dann alle Platten von Dajos Bela, werden sie mir auf Odeon, Polydor und Grammophon angezeigt.

Suche ich aber alle Platten von 1910, dann sortiert mir das System auch diese und Dajos Bela wird nicht dabei sein - er fing erst 1920 mit den Aufnahmen an. Unter 1910 werden sich aber einige von Caruso finden, ihn sogar unter 1901.

 

Wenn ich die Regalnummer ebenfalls erfasse, dann findet sich jede Schellack genauso leicht wie jede Vinyl.

 

Aber kaum jemand hat Regale voller Schellacks wie wir.

Darum ist es für Sie zu Hause sicher am besten, Ihre guten Stücke einfach nach Label sortiert in den Aufsteller zu stellen und für sich eine kleine Liste anzufertigen, unter welcher Nummer im Aufsteller welcher Interpret steht.